DOKUMENTIERT

Dark Spy Magazin – Das Musikmagazin der Schwarzen Szene aus Oberhausen

Digitales Gedächtnis des Dark Spy Magazins, des Musikmagazins der Schwarzen Szene aus Oberhausen. Dokumentation einer Subkultur zwischen Gothic, Metal und Fetisch.

Dark Spy Archiv
68 Ausgaben im Archiv
38 Compilations dokumentiert
20+ Bands im Verzeichnis

Über dieses Archiv: Das Dark Spy Musikmagazin aus Oberhausen für die Schwarze Szene

Das Dark Spy Magazin war ein Musik- und Lifestylemagazin für die Schwarze Szene, das im Sommer 2003 unter dem Untertitel The Bizarre Underground Magazine erstmals erschien. Die ersten Ausgaben wurden vierteljährlich als schwarz-weißes A4-Fanzine mit einem Umfang von 36 Seiten produziert, herausgegeben von der Verlags- und Medienagentur ARCANO in Oberhausen.

Im Jahr 2005 wuchs der Umfang auf 52 Seiten, und jeder Ausgabe lag fortan eine Multimedia-CD bei. Sie enthielt Musik der Schwarzen Szene ebenso wie Künstlerpräsentationen, häufig aus dem Bereich der Fetischfotografie. Ab der 15. Ausgabe übernahm die VU Verlagsunion, eine Tochtergesellschaft der Bauer Media Group, den Vertrieb.

Mit dem Vertriebswechsel änderte sich auch der Erscheinungsrhythmus auf zweimonatlich, das Design wandelte sich zu einem ästhetisierten Hochglanzmagazin mit 60 Seiten. Zur Sommerausgabe 2007 stieg der Umfang auf 68 Seiten, gedruckt durchgehend im Vierfarbdruck. Dark Spy erreichte damit eine Auflage von 15.000 Exemplaren, verbreitet in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Dänemark, Polen und den Beneluxstaaten.

Inhaltlich dominierten Interviews, Club- und Konzertberichte sowie Kurzportraits und Rezensionen zur Musik der Schwarzen Szene. Der musikalische Schwerpunkt lag auf Interpreten des Metal und technoiden Musikformen. Im Magazin abgedruckte Interviews führte Dark Spy unter anderem mit Eisbrecher, Lacrimosa, Marilyn Manson, Within Temptation und Rammstein.

Neben der Musikberichterstattung fanden sich auch musikferne Themen im Heft, etwa Geschichtsabhandlungen zum Ersten Weltkrieg und zum Mittelalter, Modedarstellungen rund um Steampunk sowie Beiträge zur Alltagsmystik wie dem Vampirismus. Diese thematische Bandbreite unterschied Dark Spy von reinen Musikmagazinen der Szene.

Anders als die meisten Musikmagazine der Szene zeigte das Cover meist Fetischmodels statt Musiker. Häufig erschienen Doppel-Cover-Ausgaben mit einem Fetischmodel auf der Vorderseite und einem Band- oder Künstlerfoto auf der Rückseite. Ergänzend schrieb das Magazin einen jährlichen Cover-Wettbewerb sowie einen jährlichen Fetischkalender aus.

Herausgeberin und Chefredakteurin war Denise Cäsar, verantwortlich bei der Verlags- und Medienagentur ARCANO. Dark Spy stellte den Betrieb 2017 beziehungsweise 2018 ein. Diese Seite dokumentiert Ausgaben, Compilations und mitwirkende Künstler des Magazins in kollagenhafter Aufbereitung als rein deskriptives Archiv, ohne aktive Redaktion, ohne Vertrieb, ohne Neuauflage.

Auf der Website betrieb Dark Spy eine laufende Leserumfrage zur besten Metal-Band, mit Optionen wie Iron Maiden, Slayer, Metallica, AC/DC, Led Zeppelin, Rammstein, Mötley Crüe, Motörhead, Manowar und Black Sabbath. Ergänzend gab es Cover-Contests für mehrere Jahrgänge sowie Bildergalerien vom Wave-Gotik-Treffen.

Für die CD-Compilations konnten Bands und Musiker ihre Songs direkt einreichen. Jede vertretene Band oder jeder Musiker erhielt zusätzlich einen bebilderten Vorstellungsbericht im Printteil der jeweiligen Ausgabe. Auch Fotografen und Models mit Bildmaterial waren willkommen; GEMA-freie Bands erhielten von der Redaktion ein entsprechendes Absicherungsschreiben.

Feste Rubriken jeder Ausgabe waren unter anderem Kleinanzeigen für Kontakte, Musik und Szene-Zubehör, ein Veranstaltungskalender für Konzerte und Events der Schwarzen Szene sowie Store-Checks, in denen einschlägige Fachgeschäfte vorgestellt wurden. Auch Rezensionen zu Büchern der Szene-Literatur erschienen regelmäßig.

Dieses digitale Archiv des Dark Spy Magazins sammelt die zwischen 2003 und 2017 erschienenen Ausgaben, ordnet die beigelegten CD-Compilations nach Volumennummer und verzeichnet die darauf vertretenen Bands und Musiker der Schwarzen Szene. Wo Inhaltsangaben, Seitenzahlen oder Titelbild-Credits überliefert sind, werden sie wiedergegeben; wo Informationen fehlen, bleibt dies offen vermerkt statt ausgefüllt zu werden.

In der Spätphase des Magazins wurden einzelne Ausgaben, etwa Nummer 72, zusätzlich als E-Paper zum Download angeboten. Dies spiegelte den allgemeinen Wandel im Printmarkt jener Jahre wider, in denen viele Nischenmagazine digitale Vertriebswege parallel zur gedruckten Ausgabe erprobten.

Wer gezielt suchen möchte, findet über die Ausgaben-Übersicht jede erfasste Nummer chronologisch sortiert, über die Compilation-Seiten die jeweiligen Tracklisten und über das Bandverzeichnis, welche Künstler auf welchen Volumes vertreten waren. Die Musikreviews-Seite fasst zusammen, in welchen Ausgaben redaktionelle Albenbesprechungen erschienen sind.

Die Aufbereitung orientiert sich bewusst am ursprünglichen Print- und Xerox-Charakter der Publikation: kollagenhafte Elemente, Stempel-Motive und die grafische Sprache eines fotokopierten Fanzines greifen die Ästhetik der frühen Ausgaben auf, ohne das ursprüngliche Heft nachzudrucken oder neu aufzulegen.

Die Multimedia-CDs versammelten pro Ausgabe mehrere Bands aus unterschiedlichen Ländern; Compilation Vol. 28 etwa vereinte acht Bands aus Italien, Frankreich und Deutschland auf einem Tonträger. Diese internationale Streuung machte die Compilations zu einem eigenständigen Panorama der Schwarzen Szene abseits des reinen Interviewteils.

Archivierung abgeschlossen
Official
Record

Der Bestand in Zahlen: was vom Musikmagazin belegt ist

Von den 68 erfassten Ausgaben tragen 65 einen datierbaren Erscheinungszeitraum; sie verteilen sich über die Jahre 2003 bis 2015. Die Erfassung ist dabei nicht gleichmäßig: In den Jahren 2007 bis 2014 sind jeweils sechs Ausgaben belegt, was dem zweimonatlichen Rhythmus jener Phase entspricht, während die Anfangs- und Endjahre dünner besetzt sind.

Der Umfang der Hefte ist für einen Teil des Bestands überliefert. Am häufigsten dokumentiert ist der Umfang von 68 Seiten, der auf 46 Ausgaben entfällt; daneben stehen kleinere Formate der frühen Jahre. Beim Druckverfahren verzeichnet das Archiv 34 Ausgaben in Vollfarbe und 17 Ausgaben in Farbe + SW.

Auf der Tonträgerseite sind 38 Compilation-Volumes belegt, durchnummeriert von Vol. 22 bis Vol. 62. Innerhalb dieses Bereichs fehlen die Nummern 58, 59, 60. Von diesen Volumes ist bei 7 die vollständige Tracklist überliefert, zusammen 74 dokumentierte Titel; bei den übrigen sind Nummer und Ausgabenzuordnung gesichert, die Titelfolge jedoch nicht.

Diese Zahlen stecken den Rahmen des Archivs ab. Sie beschreiben, wie viel von einer über vierzehn Jahre laufenden Publikation aus Printausgaben und archivierten Verkaufsseiten rekonstruierbar war und wo der Bestand endet. Lücken werden als Lücken ausgewiesen und nicht rechnerisch aufgefüllt.

Häufig gestellte Fragen

Ist das Dark Spy Magazin noch aktiv?

Nein. Dark Spy stellte den Betrieb 2017 beziehungsweise 2018 ein; diese Seite ist ein rein deskriptives Archiv ohne aktive Redaktion, ohne Vertrieb und ohne Neuauflage.

Wie viele Dark Spy Ausgaben sind im Archiv dokumentiert?

Das Archiv dokumentiert 68 Dark Spy Ausgaben aus dem Zeitraum 2003 bis 2017.

Wie viele Dark Spy Compilations sind im Archiv dokumentiert?

Das Archiv dokumentiert 38 Dark Spy Compilation Volumes mit den jeweils beiliegenden CD-Tracklisten, soweit überliefert.

Wer war Herausgeberin des Dark Spy Magazins?

Herausgeberin und Chefredakteurin war Denise Cäsar, verantwortlich bei der Verlags- und Medienagentur ARCANO in Oberhausen.